January 7, 2012
Als der Trainer seine Spieler nicht kannte

Felix Magath verdient sich in diesem Winter einmal mehr den Titel des eifrigsten Einkäufers der Republik. Der Kader wird mal wieder rundüberholt. Fast eine komplette neue Mannschaft wird zum Bundesligaauftritt im Kader des VfL Wolfsburgs stehen. Spieler, die erst vor einem halben Jahr zum Team gestoßen sind, dürfen sich bereits wieder einen neuen Verein suchen. Die bekannte (und durchaus bewährte) Methode des Felix Magath.

Breit einkaufen und auf einen Volltreffer hoffen, der später lukrativ weiterverkauft werden kann. Mit ordentlichem Gewinn versteht sich, der die riesigen Anfangsinvestitionen (in größtenteils nicht mal mittelmäßige Spieler) rechtfertigt.

In diesem Winter geht bei den Niedersachsen viel um das Thema Verjüngung und Zukunft. Normale Kommentare zu den Transfers sind deshalb:

“In der Bundesliga werden sie aber sicher anders gefordert und somit die notwendige Eingewöhnungszeit brauchen.”

“Bei ihrer Verpflichtung ging es mir vor allem darum, die Mannschaft auf Sicht zu verstärken.”

Besonders paradox werden die Einschätzungen vom Trainer zu Ferhan Hasani.

“Er soll in der Offensive alle Positionen spielen können.”

Soll? Weiß das der Trainer und Manager etwa nicht? Hat er ihn nicht beobachtet? Kennt er ihn überhaupt? Auf welches Drängen hin nimmt er Hasani dann unter Vertrag? Oder will er sich gleich schonmal eine Aussage zurechtlegen, wenn der Neue den Klub im Sommer wieder verlassen muss?

Ein schlechter Start allemal.

Es wirft ein komisches Licht auf Magath und dessen Transferbemühungen.

Und doch: Gibt man Magath genug Zeit und noch mehr Geld, hat er Erfolg.

Wie auch immer…